Wenn Kunden Sie mental in die Knie zwingen

Sind Sie Freiberufler oder Selbstständiger? Dann kennen Sie garantiert diese Gruppe von Kunden, die man lieber nicht hätte. Das sind jene Kandidaten, die Ihnen Ihre Arbeit erklären wollen, die mit keiner Umsetzung zufrieden sind, die eigentlich immer das letzte Wort haben wollen oder müssen und der Bremsklotz in jeder Abwicklung sind. Naja, Zähne zusammen beißen und darüberstehen. Es geht nämlich auch noch schlimmer. Es gibt Kunden, die man seinem größten Feind nicht wünscht. Und das sind Kunden, die auf grausame Art dafür sorgen, dass Sie jedes bisschen Selbstwertgefühl verlieren und Sie mit samt Ihrer Existenz an den Rand des Abgrunds bringen.
Die Kunden von der harten Sorte
Knallharte Kunden kommen immer wieder vor und vor dieser Kundengruppe darf man auch keine Angst haben. Denn selbst bei schwierigen Kandidaten findet man eigentlich in der Regel eine Basis, auf der man letztlich gut zusammenarbeiten kann. Der kleine Rest aber, der versteht es blendend, jede noch so kleine Basis im Vorfeld zu vermeiden. Er redet Ihnen jeden effektiven Ansatz und jeden guten Gedanken unmittelbar kaputt, glänzt dabei durch fundiertes Nichtwissen und schafft es auf gekonnte Art und Weise, Ihren Glauben an Ihr eigenes Geschäft ins Wanken zu bringen.
Je nachdem, zu welchem Typ Mensch Sie gehören, kann so ein Angriff vom Kunden mehr oder weniger ein Schlag ins Kontor werden. Sind Sie eine mental starke Persönlichkeit, dann hilft das berühmte „Durchatmen“ und „eine Nacht darüber schlafen“ oft schon. Sind Sie mental eher sensibel, dann kann ein solcher Kunde ganz gewaltig Ihr Nervenkostüm ruinieren.
Je intensiver, desto schlimmer
Es wird für jeden natürlich umso schlimmer, je härter der Kunde Kritik übt. Und wir beschränken uns an dieser Stelle natürlich auf Kritik, die nicht berechtigt ist, die offensichtliche Schikane darstellt und nur dazu nutzt, Sie mental ernsthaft zu schwächen.
Das sind Kunden, die drehen Ihnen jedes Wort im Mund um und sorgen für Chaos. Diese Kunden lächeln Sie an und haben schon das Messer für den Rückenstich in der Hand. Das sind Kunden, die Sie mitunter Projekte falsch ausführen lassen und nachher von nichts etwas gewusst haben wollen, am besten gleich mehrfach.
Und nun?
Die Frage ist nun, wie man aus der Nummer möglichst elegant wieder herauskommt. Vielleicht würden Sie Ihren Auftrag am liebsten des lieben Frieden Willens aufgeben. Von wirtschaftlicher Seite kann das allerdings ein schwieriger Weg werden. Alternativ lohnt es, sich der Problematik zu stellen. Denn selbst der gröbste Kunde ist ein Mensch und an jeden Menschen kann man auf irgendeine Weise herankommen. Ganz ehrlich: Leicht ist der Versuch zum vernünftigen Umgang nicht, aber oft lohnenswert. Offensives Vorgehen ist eigentlich fast immer der richtige Weg. Sprechen Sie Ihr Gegenüber knallhart auf das an, was gerade falsch läuft. Lassen Sie Ihren Kunden konkret wissen, wie Sie sein Verhalten empfinden und deuten. Machen Sie Ihrem Unmut Luft, behalten Sie aber in jedem Fall die Fassung. Offensives Verhalten Ihrerseits ist eine gute Basis für ein „Gewitter“ zwischen Ihnen und Ihrem Kunden, das nachhaltig die „Luft reinigen“ könnte.
-Daniel Deppe-