Steht Google Maps nun vor dem Aus?!

Es hat sich ja schon beinahe zu einer neuen Mode entwickelt (zumindest wenn man ein Riesenunternehmen ist): Man lässt sich sicherheitshalber jeden Handgriff, den man so sinniger oder unsinnigerweise unternimmt, patentieren. Das hat den großen Vorteil, dass man immer mal wieder nette Gelegenheiten hat, die Konkurrenz nach allen Regeln der Kunst zu verklagen und das Leben schwer zu machen. So auch in diesen Tagen im Zusammenspiel mit Microsoft und Google. Microsoft bietet einen Kartendienst an, der nach wie vor irgendwie nicht so recht auf die Gunst der User stößt. Man hat also nach oben genannter Manier gründlich das Sammelsurium an Patenten durchstöbert und festgestellt, dass man was passendes am Lager hat, womit man es der größten Konkurrenz „Google Maps“ so richtig zeigen kann.
Dieses Patent macht es Google Maps nun schwer
Im Jahre 1996 hat Microsoft ein Patent angemeldet, das jetzt ganz aktuell im Zusammenhang mit Google Maps vor dem Landgericht München verhandelt wird. Patentiert ist hier konkret eine Technologie, die in der Lage ist, lokale Hilfsquellen zu erkennen. Bildlicher gesprochen: Es geht hier um jene Technologie, durch die auf den angezeigten Karten automatisch Tankestellen, Hotels, öffentliche Einrichtungen, Restaurants etc. eingeblendet werden. Google soll sich ohne entsprechende Erlaubnis dieser Technologie bedient und somit gegen das geltende Patent verstoßen haben.
Das Urteil wird im Mai erwartet
Es bleibt in jedem Fall spannend! Die Richter vom Landgericht München haben durchblicken lassen, dass Microsoft mit seiner Klage keine wirklich schlechten Karten hat. Und wenn die Verteidigung von Googles Seite keine guten und entlastenden Gegenargumente liefert, dann wäre ein Sieg von Microsoft durchaus denkbar. Die Konsequenz ist für viele Nutzer bitter, denn dann würde der vielgenutzte Dienst Google Maps in der Bundesrepublik ganz einfach abgeschaltet. Deutschland auf dem rasenden Weg in ein technologisches Entwicklungsland …
Eine andere Alternative wäre, dass Google dazu verdonnert wird, fortan kräftig Lizenzgebühren zu zahlen. In Folge dessen bleibt dann aber auch abzuwarten, ob Google Maps ein kostenloser Dienst bleibt.