Marketing am Rande der Legalität

Es wimmelt ja nur so von Marketing-Gurus im Netz, die allesamt die Weisheit mit Löffeln gefressen haben wollen. Mit den tollsten Strategien lässt sich da das eigene Online-Business ankurbeln, dass der Geldbeutel ruck zuck explodieren müsste. Fragt sich nur, warum diese Leute immer und immer wieder selbst los tingeln, um ihre frohe Kunde zu verbreiten? Achja, reine Nächstenliebe natürlich. 

Hart an der Grenze

Wer sich schon einmal mit dieser Thematik beschäftigt hat, der dürfte gelegentlich laut gelacht haben. Vielleicht hat er auch geweint, weil er viel Geld für irgendetwas ausgegeben hat, was dann nicht funktionierte, man weiß es nicht. Weinen wäre allerdings bei einer jüngeren Marketingstrategie richtig am Platze. Stellen Sie sich doch einmal folgende Situation vor: Sie betreiben einen Blog (beispielhaft, jede andere Form von Webseite kommt ebenfalls in Frage) zum Thema XY. Mit der Zeit haben Sie sich ein lohnendes Konstrukt erbaut, das inhaltlich eine Menge zu bieten hat, was sogar als Werbeplattform taugen könnte. Schöner Gedanke soweit. Kommt jetzt ein aufstrebender Jungunternehmer, der das große Geld im Internet sucht und eben diese Marketing-Revolution im Kopf hat, findet auch noch Ihren Blog ebenso gut, dann beginnt das Unheil. Er nutzt die Revolution und schaltet über einen kleinen Umweg Werbung auf Ihre Seite. Dazu greift er nicht in Ihre Programmierung ein, sondern bedient eines Dienstes, der diese Werbung als Pop-Up vor Ihre Seite schaltet. Und Sie sind gewissermaßen in den Allerwertesten gekniffen, da Sie hier nichts tun können. Dieser höchst geldgierige Jungunternehmer tritt Ihre mitunter jahrelange Arbeit mit Füßen, belästigt Ihre Besucher mit grausamen Pop-Ups, macht Ihre Pläne der Monetarisierung Ihres Blogs durch Werbung zunichte und greift vielleicht sogar noch potenzielle Kunden ab, wenn Sie Ihren Blog gewerblich betreiben.

Gesetzeskonform?

Ob so etwas legal ist, müssen wahrscheinlich in Kürze diverse Gerichte entscheiden, moralisch ist diese Form von „Marketing“ allerdings völlig inakzeptabel. Der Anbieter dieses Dienstes warnt übrigens zusätzlich davor, ähnliche Dienste aus USA zu verwenden, da sie sich mit dem Deutschen Recht nicht vertrügen. Also irgendwie weiß man nicht, ob man hier noch lachen oder weinen soll. Ein gewisser Herr K., der im Übrigen und unter anderem diesen Dienst dieser Tage als Revolution lautstark bewirbt und mich erst auf die Fährte brachte, kommt aus Österreich, vielleicht sieht man da gewisse Dinge einfach mal ganz anders?

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